Suzuki XF 650 Freewind
Aus einer Motorrad Zeitschrift (1998): "...Suzuki hat eine relativ gute Kopie der BMW 650 auf den Markt geworfen..." Es geht doch nichts über eine Gruppe Japaner und Ihre Kameras
BMW R1150 GS
"Bi-Äm-Dabbelju - Best Bike for Russia"
(Russischer Motorradfahrer den wir auf der Fahrt getroffen haben)
Unsere früheren Motorräder:
Bis zum 18. Lebensjahr wurde Fahrrad gefahren. Da war nichts mit Mofa, Moped oder Kleinkraftrad. Und dann kam dieses Gefährt! Im damaligen Freundeskreis gab es sie noch in der Ausführung mit 125ccm und ein paar in der Version mit 50ccm. Die Reifen waren ständig platt und die Höchstgeschwindigkeit war unter 100km/h. Leider (oder zum Glück?) wurde das Motorrad damals auf einem Straßenfest gestohlen.
Der Diebstahl machte Platz für eine Suzuki GT 250! Damals die schnellste serienmäßige 250er auf dem Markt. Sie hatte gemessene 32PS am Hinterrad, eine Honda CB250 kam da gerade mal auf 17PS. Sie war flott, handlich, laut und hat nach Gemisch gestunken. Aber in der Gruppe hat sie mit den Yamaha RD350 locker mitgehalten.
Irgendwann kam dann die Honda XBR 500. Ein 4-Ventil Einzylinder Viertaktmotor, im Design der alten britischen Straßeneinzylinder. Wenn man allein fuhr, waren die 44PS einigermaßen ausreichend, zu zweit machte das Fahren durch die gebeugte Sitzposition und die schmale Bank auf die Dauer keinen Spass. Aber der Klang war Spitze.
Es mußte dann doch eine Reiseenduro sein. Superténéré, Tuareg, Africa Twin oder DR Big? Beim BMW Händler im Nachbarort stand dann eine BMW R 80 G/S mit Lampenverkleidung und einem 32ltr. Tank. Der Händler gab auf die Frage nach einer Probefahrt damals zur Antwort: "Glauben Sie, dass ich Ihnen ein defektes Motorrad verkaufe? Entweder Sie wollen eine BMW oder Sie wollen keine..." Bei der Probefahrt fiel die Entscheidung: Nie wieder einen Japaner. Trotz geringerer Leistung, trotz höherem Verbrauch, trotz "Gummikuheffekt". Am Nordkap, in Schottland oder Irland war dann klar warum es immer wieder eine BMW sein wird.
Es gab damals nur eine Steigerung: Ein aufgebohrter 1000ccm Motor, eine Sitzbank die für die komplette Reichweite des Tanks gut war, eine Gepäckbrücke, die alles aufnahm was man in 3 Wochen Urlaub so brauchte, und eine Verkleidung, hinter der man auch im Dauerregen nicht an den Verkauf des Motorrades dachte.
Obwohl schon 5 Jahre vor dem Kauf die Vierventil-Boxer auf dem Markt waren, kam nur dieses Modell in Frage. Die "Classic" verkörperte das Ende der BMW 2-Ventiler Ära. Aus Zeitgründen verkauft und dann ewig nachgetrauert. Vor dem Kauf des 4-Ventilers wurde dann versucht, den damaligen Käufer dazu zu bewegen, dass Motorrad wieder zurück zu verkaufen. Es war nichts zu machen. Die Preise für eine gut erhaltene BMW R100GS Paris-Dakar Classic mit 5-stelliger Kilometerleistung sind astronomisch hoch...







